In den letzten Monaten habe ich mit Betrieben gesprochen, die fast alles in Excel führen. Die Auftragsliste, den Produktionsplan, das Lager, die Kundenkontakte und am Ende die Papiere für den Export. Jede Datei ist für sich gepflegt, und das Ganze funktioniert, solange die Leute da sind, die wissen, welche Liste gerade stimmt.
Die naheliegende Antwort ist ein Standard-ERP. Manchmal ist sie auch die richtige, und dann sagen wir das. Oft passt aber keines der Systeme wirklich: Es ist für den Betrieb zu gross, über fünf Jahre gerechnet zu teuer, oder ausgerechnet der Teil fehlt, der den Betrieb ausmacht, zum Beispiel die Charge vom Wareneingang bis zum Export.
Unser Grundsatz heisst: erst den Prozess, dann das System. Bevor ein Betrieb ein ERP kauft, soll er seinen Ablauf gesehen und getestet haben. Dafür bauen wir einen Prototyp, in dem der verbesserte Ablauf läuft. Danach geht er in ein Standard-ERP über, oder wir betreiben ihn als eigenes ERP des Betriebs. Das Risiko beim Bauen kenne ich aus zwanzig Jahren als Key-User in SAP, Infor und PSIpenta. Wer für jeden Kunden bei null anfängt, baut jedes Mal Anmeldung, Rechte, Protokoll und Sicherung neu. Beim fünften Kunden ist der Unterhalt nicht mehr bezahlbar.
Deshalb gibt es ein Grundmodul. Was jeder Betrieb braucht und womit sich keiner von anderen unterscheidet, ist einmal gebaut und geprüft. Die Arbeit für den einzelnen Kunden steckt dort, wo sein Betrieb anders ist als andere. Einzelne Module verkaufen wir nicht: Das Grundmodul wird für jeden Betrieb erweitert.
Der Kern läuft immer mit: Anmeldung mit zweitem Faktor, Rollen und Rechte, ein Änderungsprotokoll, das sich nicht unbemerkt umschreiben lässt, verschlüsselte Sicherungen stündlich und jede Nacht mit Rückholprobe und geprüfter Kopie in einem getrennten Speicher, Suche, Dokumente und eine Übersicht.
Dazu kommen die Fachbereiche, die wir je nach Betrieb einschalten und erweitern:
Für Betriebe mit Export prüft das System Zolltarifnummern gegen den Schweizer Tarif und übergibt die Daten für Aus- und Einfuhren als Datei an die Zollsoftware von Trade Monkey. Andere Zollprogramme sind ohne Gewähr. Angemeldet wird mit der Zollsoftware, nicht im ERP.
Beim Bauen setzen wir KI ein, und zwar nur mit erfundenen Beispieldaten. Das geht schnell, und gerade deshalb braucht es Kontrolle. Über tausend automatische Prüfungen laufen bei jeder Änderung mit. Sie rechnen Mehrwertsteuer und Rundung nach, buchen Chargen durch die Produktion und prüfen, dass niemand Daten sieht, die ihn nichts angehen.
Beim Erzeugen eines Musterbetriebs mit zehn Monaten Geschäftsverlauf hat das System uns mehrmals gestoppt. Der Wareneingang wies eine chargenpflichtige Lieferung ohne Haltbarkeitsdatum ab, und die Produktion wollte keine abgelaufene Ware verbauen. Beide Male lag der Fehler in unseren Testdaten, die Software hatte recht.
Die Software kommt ohne fremde Programmbibliotheken aus und legt je Betrieb eine eigene Datenbank an. Wer sie später weiterpflegt, muss keinen Stapel von Abhängigkeiten aktuell halten, die andere geschrieben haben.
Seit September kann eine Installation mehrere Betriebe sauber getrennt führen. Jeder bekommt einen eigenen Mandanten mit eigener Datenbank und eigenen Zugängen.
So sehen Sie das Grundmodul:
Sobald echte Artikel, Lieferanten oder Kunden ins System kommen, schliessen wir vorher eine Vereinbarung zur Auftragsbearbeitung ab. Der Server steht in der Schweiz, und Ihre Daten liegen getrennt von denen anderer Betriebe.
Den ganzen Weg in vier Schritten finden Sie auf der Seite ERP-Prototyp.
Sie möchten sehen, wie Ihr Ablauf in so einem System aussehen würde? Schreiben Sie uns über das Formular auf der Seite ERP-Prototyp. Wir melden uns für das Erstgespräch.